Darstellungsformen von Applikationsarchitekturen

Das Enterprise Architecture Management und im Speziellen Application Architecture sind der erste Schritt der IT- und Digitalisierungsstrategie. Verschiedene Darstellungsformen der Applikationsarchitektur ermöglichen verschiedene Sichtweisen für eine effiziente Situationsanalyse und Definition der Soll-Landschaft.

Gerade dadurch, dass IT immens an Bedeutung gewonnen hat und zum Enabler geworden ist, ist es zusätzlich auch notwendig, die Systemlandschaft im Rahmen der Digitalisierungsstrategie nicht beliebig aufzubauen. Vielmehr ist es notwendig, die gesamte Architektur des Unternehmens samt ihren Teilarchitekturen zu betrachten und genauso strategisch auszurichten. Effizienz bedeutet unter anderem auch, vom Business über die Applikationen bis hin zur IT-Infrastruktur zu evaluieren und optimieren.

Unternehmen sind sich bewusst, dass das Enterprise Architecture Management und im Speziellen Application Architecture Management die Aufgabe hat, die bestehende Landschaft zu erheben, laufend zu aktualisieren und strategisch auszurichten. Ziel ist ein ganzheitlicher Ansatz einer Unternehmensarchitektur, mit dem ersichtlich ist, wie sich Anpassungen im Business in der IT und Infrastruktur auswirken und umgekehrt. Um diesen ganzheitlichen Ansatz etablieren zu können, muss das Enterprise Architecture Management eine strategische Position einnehmen und maßgeblich bei der Gestaltung der Strategie beteiligt sein.

Als erster Schritt für die Strategieentwicklung gilt die Analyse der aktuellen Situation. Hierfür muss unter anderem die gesamte bestehende Systemlandschaft erhoben und evaluiert werden, inwiefern Rationalisierungen, Erweiterungen und weitere Veränderungen notwendig sind, um im Zukunft weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben oder sogar um einen Wettbewerbsvorteil schaffen zu können. Die Erfahrungen haben jedoch gezeigt, dass bereits das die erste große Hürde ist: Unternehmen wissen nicht, wie sie die Systemlandschaft erheben und vor allem dokumentieren sollen. Dies resultiert daraus, dass es in der Literatur kein einheitliches Verständnis sowie keine einheitlichen Darstellungsformen der Systemlandschaft bzw. Applikationsarchitektur gibt. Zudem werden auch weltweit kein Standard und Best Practices dafür definiert, wodurch Unternehmen keine Möglichkeit haben, Wissen einzubringen und Erfahrungen zu sammeln. Eine Forschungsarbeit am Institut Information Engineering an der Johannes Kepler Universität Linz beschäftigte sich genau mit dieser Frage, wie Applikationsarchitekturen dargestellt werden können.

Dabei wurde im Rahmen der Forschungsarbeit eine einheitliche und konsolidierte Definition der Begrifflichkeiten gefunden, um eine umfassende Abgrenzung zu ermöglichen. Desweiteren wurde der State-of-the-Art der Literatur bzw. der Enterprise Architecture Management Frameworks analysiert, um die verschiedenen möglichen Darstellungsformen von Applikationsarchitekturen zu erheben. In der letzten Phase wurden die Erfahrungen in der Praxis auf Basis von semistrukturierten Interviews durchgeführt, um Application Architecture in der Praxis zu untersuchen.

Die Ergebnisse der Forschungsarbeit zeigten auf, dass in der Theorie in den Enterprise Architecture Management Frameworks unzählige mögliche Darstellungsformen für Applikationsarchitekturen definiert werden. Vor allem in Kombination mit Inhalten aus der Geschäftsarchitektur oder der Infrastrukturarchitektur bietet die Darstellung der Applikationsarchitektur die Möglichkeit, die Systemlandschaft umfassend zu analysieren. Die Untersuchung der in der Praxis verwendeten Darstellungsformen der Applikationsarchitekturen zeigte jedoch deutlich, dass die Auflistung aller Applikationen die laut Interviewpartnern effizienteste Darstellungsform sei.

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